
Dieser Text ist aus bereits veröffentlichten Darlegungen zusammengestellt. Er zitiert alte chinesische Schriften, fremde Worte oder wissenschaftliche Erörterungen und ist als kulturelle Lektüre über die überlieferte Pflege des Lebens gedacht. Aussagen über den Körper und über das, was die Übung vermag, gehören den angeführten Quellen oder dem ursprünglichen Sprecher. Sie sind kein medizinisches Versprechen und kein klinischer Rat der Betreiber dieser Website.
Ba Duan Jin für Kinder verbindet das Dehnen der Sehnen und Ziehen der Knochen sowie Kampfkunstbewegungen im Wechsel von schnell und langsam mit Atmung, psychischer Regulierung, einer Formfolge und Kinderliedern. Das Original sagt, wenn Kinder es üben, können sie den Körper stärken, Leib und Geist harmonisieren, die Haltung aufrichten, den Verstand wecken, das Gemüt bilden und die Gewohnheit langfristigen Übens annehmen, und sie können mit Wissen der chinesischen Medizin und überlieferter Kultur in Berührung kommen. Die erzieherische Absicht der Zusammenstellung ist «die Unmündigen nähren und das Rechte wahren».
Hauptverfasser sind Hu Xiaofei vom Zentrum für Daoyin und Pflege des Lebens der Beijing Sport University und seine Graduierten: Fan Gaosheng, Fang Hui, Fang Wenze, Gong Mingjun, Han Xiaoming, Huang Meilian, Leng Chuanqi, Peng Xiangji, Sun Kezhong, Wang Rundong, Yang Shuai und andere. Die sechste Form lehrt Hu Xiaofei, demonstriert Zhang Liwei.
In diesem Satz von Texten haben alle acht Formen Kinderlieder; nur die sechste Form hat die vollständigen Takte niedergeschrieben. Die übrigen Takte liegen im Original vor allem als Video vor und werden hier nicht nachgetragen.
Öffnen und drei Regulierungen
Die Körperform aufrichten, die Haltung korrigieren, den ganzen Leib lösen, den Blutkreislauf fördern; den Atem ebenmäßig machen, die Gedanken sammeln; auf die folgenden Übungen vorbereiten.
Erste Form Mit beiden Händen den Himmel stützen, um den Sanjiao zu regulieren (Liang Shou Tuo Tian Li Sanjiao)
Der Sanjiao geht durch oben, Mitte und unten, ordnet die Wasserwege und führt das ursprüngliche Reine.
Den Himmel stützen, die Erde säulen, Lenden und Leib dehnen; die Form bilden, den Leib stärken, den Geist mehren.
Zweite Form Zurückblicken, um die fünf Überanstrengungen und sieben Verletzungen zu lindern (Wu Lao Qi Shang Wang Hou Qiao)
Dazhui (Anmerkung der Übersetzung: ein Punkt knapp unter dem siebten Halswirbel) stillt das Keuchen und birgt Nacken und Schulter; qi mehren, Yang öffnen, zu den neun Himmeln stoßen.
Links und rechts blicken, den Blick weit senden; Leiden von Geist und Form dürfen nicht eindringen.
Dritte Form Zum Regulieren von Milz und Magen einen Arm heben (Tiao Li Pi Wei Xu Dan Ju)
Milz und Magen sind das Erworbene und setzen die Mitte fest; sie wandeln Wasser und Getreide, Blut und qi werden voll.
Himmel stützen, Erde stehen, stemmen und drücken; qi und Blut füllen, der Leib ist gesund.
Vierte Form Links und rechts den Bogen spannen, als schösse man den Geier (Zuo You Kai Gong Si She Diao)
Die Lunge ist der Kanzler und heißt Prachtbedeckung; sie führt den Atem und empfängt die hundert Meridiane.
Den Bogen spannen, den Pfeil schießen, fleißig lernen und üben; heldischer Atem und stolze Haltung ziehen Begabung groß.
Fünfte Form Kopf und Schwanz schwingen, um das Herzfeuer zu entfernen (Yao Tou Bai Wei Qu Xin Huo)
Das Herz ist der Herrscher, sein Ort ist ehrwürdig; es führt die fünf Organe und mehrt Blut und Geist.
Kopf und Schwanz schwingen, Herz und Niere verbinden; Wasser und Feuer helfen einander, Leib und Geist ruhen.
Sechste Form Die Fäuste ballen und die Augen aufreißen, um Kraft zu mehren (Cuan Quan Nu Mu Zeng Qi Li)


Die Leber ist der General, mit der Niere gleichen Ursprungs; sie führt die Sehnen, gehört zum Holz, Verstand und Mut sind voll.
Augen aufreißen, Faust stoßen, der Ruf erschüttert; der Geist des Wu Mu lebt ewig fort.
Vom Original genannte Wirkungen: Leberfeuer ableiten, die Leber öffnen und die Galle freimachen; die Niere festigen und die Lenden stärken, die Kraft von Armen und Beinen heben; rechtschaffenes qi nähren.
Vorbereitung: an die vorige Form anschließen.
Erster Takt. Singen «Die Leber ist der General, mit der Niere gleichen Ursprungs». Mit dem Einatmen den linken Fuß nach links öffnen, Abstand etwa drei Fußlängen, Zehen nach vorn. Zugleich beide Arme einwärts drehen und seitlich schwingen, dann auswärts drehen, bis zur Schulterhöhe heben, Handflächen nach oben, Blick auf die linke Handfläche. Dann in den Reiterstand hocken; mit dem Winden der Lenden und dem Drehen des Körpers nach rechts schwingt der linke Arm vor die Brust, der rechte Arm holt zurück, die Finger rollen nacheinander zur Faust, an der Taille gehalten, der Blick folgt der linken Handfläche.
Zweiter Takt. Singen «Sie führt die Sehnen, gehört zum Holz, Verstand und Mut sind voll». Mit dem Ausatmen bleibt der Reiterstand, Hüfte und Knie fest. Mit dem Laut «Ha» Lenden winden und Schulter folgen lassen, die rechte Faust stößt aus, Handfläche nach unten, Faustfläche nach vorn. Zugleich rollt die linke Handfläche nacheinander zur Faust und holt rasch an die Taille zurück, Faustherz nach oben, die Augen aufgerissen nach vorn. Ohne Pause wieder mit dem Laut «Ha» Lenden winden und Schulter folgen lassen, die linke Faust stößt aus, die rechte Faust holt an die Taille zurück, die Augen aufgerissen nach vorn.
Dritter Takt. Singen «Augen aufreißen, Faust stoßen, der Ruf erschüttert». Mit dem Einatmen wandert der Schwerpunkt nach rechts, beide Fäuste werden zu Handflächen, beide Arme gehen über die Körperseiten einwärts gedreht nach außen, dann auswärts gedreht nach oben bis zur Schulterhöhe, Handflächen nach oben, Blick auf die rechte Handfläche. Dann schließt der linke Fuß an den rechten, leichtes Hocken. Beide Handflächen schließen sich vor dem Kopf nach innen, Handflächen nach unten, Abstand der Handflächen zum Kopf etwa zehn Zentimeter, Abstand zwischen den Fingern beider Hände etwa zehn Zentimeter, Blick nach vorn.
Vierter Takt. Singen «Der Geist des Wu Mu lebt ewig fort». Mit dem Ausatmen strecken sich beide Beine langsam, beide Handflächen drücken vom Gesicht abwärts, legen sich an die Körperseiten, dann rollen die Finger nacheinander zur Faust, an der Taille gehalten, Blick nach vorn.
Fünfter bis achter Takt wiederholen den ersten bis vierten Takt. Danach sinken beide Handflächen an die Körperseiten, Füße zusammen stehen, Blick nach vorn.
Schlüssel: Bewegung und Stille verbinden, schnell und langsam wechseln, klar und entschieden. Beim Fauststoß die Augen weit aufreißen, die Zehen den Boden greifen, die Kraft erreicht die Faustfläche; Fauststoß und Laut «Ha» zugleich. Bevor die Faust zur Handfläche wird, soll Zhongchong (Anmerkung der Übersetzung: ein Punkt an der Spitze des Mittelfingers) einen Augenblick Laogong (Anmerkung der Übersetzung: ein Punkt in der Mitte der Handfläche) berühren und drücken. Beim Hocken im Reiterstand Hüfte und Knie fest; mit dem hinteren Ellbogen die Lenden führen, die Lenden voll winden und die Schulter folgen lassen. Nicht schleppen. Beim Fauststoß nicht die Schultern heben und die Ellbogen aufklappen, nicht die Lenden lösen und die Knie knicken.
Siebte Form Mit beiden Händen die Füße greifen, um Nieren und Taille zu festigen (Liang Shou Pan Zu Gu Shen Yao)
Die Niere ist das Angeborene und die Grenztruppe; sie führt die Knochen, erzeugt Mark und birgt Essenz und Seele.
Sich beugen, die Füße greifen, oft hocken und aufstehen; Knochen stärken, Kraft mehren, der Verstand bleibt frisch.
Achte Form Siebenmal hinter dem Rücken hüpfen, um hundert Leiden zu stillen (Bei Hou Qi Dian Bai Bing Xiao)
Die Meridiane gehen überall durch Leib und Geist; sie tragen qi und Blut und benetzen Form und Geist.
Fersen heben, Füße hüpfen, die hundert Meridiane ordnen; die Wurzel tief, das Blatt üppig, die Jugend erstrahlt.
Schlussform
Leib und Geist lösen, den Atem ebenmäßig machen, die Stimmung beruhigen.